17 Schülerinnen und Schüler der John-Bühler Realschule verbringen eine Woche in französischen Gastfamilien

Obwohl die Austauschbegegnung mit der Dornhaner Partnerschule, dem Collège Antoine Chintreuil in Pont-de-Vaux, bereits zum 21. Mal stattfindet, war die Spannung wie jedes Mal vor der Abreise groß – Wie wird meine Gastfamilie sein? Reichen meine Französisch Kenntnisse aus, um zurechtzukommen? Was erwartet uns während des französischen Schul- und Familienalltags? Die Motivation unter den Schülern war groß, nun endlich das im Unterricht Gelernte anzuwenden und Land und Leute hautnah zu erleben.

Am ersten Morgen wurden die jungen Deutschen gleich von der Schulleiterin, Mme Sarda-Mugniery freundlich empfangen und durch das Schulgebäude geführt. Anschließend durften sie in den französischen Schulalltag eintauchen, am Unterricht teilnehmen und auch mit ihren Partnern in der Kantine essen. Am Nachmittag ging es weiter zum stellvertretenden Bürgermeister, der die Gäste aus Dornhan in den Sitzungssaal des Rathauses einlud und gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees in Pont-de-Vaux, M. André Descottes, die zahlreichen Fragen der Schüler geduldig beantwortete. Zum Abschluss dieses ersten, ereignisreichen Tages erhielt die Schülergruppe noch eine kurzweilige Führung durch das Musée Chintreuil in Pont-de-Vaux. Einen besonderen Eindruck hinterließ das "Cabinet des curiostités" des Museums,  wo es eine Vielzahl von seltenen bzw. seltsamen Objekten aus aller Welt zu sehen gibt.

Am Dienstag fuhr die gesamte deutsch-französische Austauschgruppe nach Cluny, um das  im Jahre 910 gegründete Benediktinerkloster zu besichtigten. Weiter ging es in das malerische Dorf Brancion. Nach einem Spaziergang durch die Gassen des mittelalterlichen Dorfes  mit alter Burganlage, genoss die Gruppe einen wundervollen Panoramablick über die ländliche Umgebung der Bourgogne und so manchem Schüler entwich der Satz: "Wie schön es hier ist!"

Am nächsten Tag lernten die Schüler im Rahmen einer Stadt-Rallye Pont-de-Vaux näher kennen, bevor anschließend noch genügend Zeit blieb, über den Wochenmarkt der Partnerstadt zu schlendern und französische Spezialitäten auszuprobieren. Besonders mutig zeigten sich einige Schülerinnen, die es wagten, frisch gegrillte Froschschenkel zu testen!  

Nach einem Picknick am See ging es ins "Boulodrome" von Pont-de-Vaux. Nicht nur "Boules" sondern auch viele andere, traditionelle Spiele wurden an diesem aktiven und sehr kurzweiligen Nachmittag gespielt.

Den letzten Tag vor der Abreise verbrachte die deutsch-französische Gruppe in Beaune, wo sie die bekannte Senffabrik Fallot besichtigte und anschließend noch eine sehr beeindruckende Führung durch das berühmte, ehemalige Hospital von Beaune erhielt. Am Abend luden die Gasteltern noch zu einem Abschlussabend am See ein.

Nachdem sich viele Schüler vor der Rückreise noch mit einem Vorrat an Croissants, Baguette, Fromage und Saucisson sec  eingedeckt haben, hieß es von ihren Partnern und Gasteltern Abschied zu nehmen. Die beiden Begleitlehrerinnen Susann Altenburger und Sabrina Hackel bedankten sich bei ihre französischen Kollegin, Christine Delay, für die ereignisreiche und reibungslos verlaufene Woche. Nach den Schülerworten "Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch im Oktober!" und einigen Tränen fuhr die Gruppe zurück nach Deutschland.