Die JBRS feiert ihr 50-jähriges Bestehen und ihren Namensgeber

Mit einem abwechslungsreichen Programm und einem eigens für das 50-jährige Jubiläum produzierten Theaterstück feierte die John-Bühler-Realschule am vergangenen Samstag ihr „goldenes“ Schulfest. Neben vielen Attraktionen  begeisterte auch das Theaterstück „Wer zum Teufel ist John Bühler?“ die Besucher des Schulfestes. Eines haben der Namensgeber und die Schule gemeinsam: Beide haben eine außergewöhnliche Karriere hingelegt.

Pünktlich um 13 Uhr begann das Schulfest mit dem offiziellen Festakt in der neuen Dornhaner Festhalle. Realschulrektor Mario Munding stellte die Festgäste vor und begrüßte alle Anwesenden, bevor er an die Schülersprecherinnen Sanja Schoch und Milena Ziegler das Wort übergab. Sie führten durch den Festakt. Bürgermeister Markus Huber ließ es sich nicht nehmen, die Bedeutung der JBRS für Dornhan zu unterstreichen. Dass die pädagogische Arbeit der Realschule auch im Schulamtsbezirk Donaueschingen einen besonderen Stellenwert inne hat, betonte Schulrätin Linda Arm. Schule kann nur erfolgreich arbeiten, wenn alle Beteiligten ihren Teil dazu beitragen. So verwiesen die Vertreterinnen der Eltern und des Fördervereins, Iris Laux und Britta Blaurock, in ihren Grußworten auch auf die Verdienste und Mithilfe der Elternschaft.

Schließlich blieb noch eine Frage offen: Wer zum Teufel ist John Bühler? Rektor Munding machte in einer kleinen Spielszene den Anfang eines spritzigen und kurzweiligen Theaterstückes, das von den Theater AG-Leiterinnen der Schule, Katharina Haberbeck und Gisela Köhler, wieder einmal beeindruckend inszeniert wurde.

Die Story um John Bühler ist schnell erzählt. Zwei Schüler, Fabienne und Marius, wollen nach der Geschichtsstunde mit Herrn Munding mehr über diesen John Bühler erfahren und beschließen, Fabiennes Tante in Chicago zu besuchen, um über John Bühler zu recherchieren. Auf ihrem Weg zum Flughafen, den sie auf Grund vieler Widrigkeiten nie erreichen, lernen sie viele Menschen kennen, die alle für sich etwas Besonderes sind. So erkennen sie, dass jeder Mensch Individualität und Ausstrahlung besitzt, auch wenn er nur am Rande der Gesellschaft lebt und nicht mal eine Fußnote in der Geschichte darstellt.

Mit tollen Tanzeinlagen, fetziger Musik und spritzigen Dialogen brachten die beiden Macherinnen und ihre Theater-AG sowie die Tanz-AG der JBRS wieder einmal ein absolutes Highlight auf die Bühne des Dornhaner Festsaals.

Nach der gespielten Geschichtsstunde kam die echte Geschichtsstunde: Rektor Munding recherchierte über die Person von Johann Bühler, der 1831 in Dornhan geboren wurde und 22 Jahre später in die USA emigrierte, wo er es schließlich als John zu einem der einflussreichsten Bankiers brachte. Aber Zeit seines Lebens bedachte er seine Heimatstadt Dornhan immer wieder mit großzügigen Spenden. So konnte bereits um 1901 eine Schule erbaut werden.

Nach dem Festakt standen auf dem Schulgelände noch weitere Attraktionen für das Publikum auf dem Programm. Die Kolleginnen und Kollegen der JBRS sowie die Schüler hatten eine Spielstraße vorbereitet, wo sich die Kinder an vielen Stationen versuchen konnten. Turnen wie damals stand ebenfalls auf dem Stundenplan. Um welches Lebensmittel es sich handelt, konnten die Kinder mit ihren Sinnen erraten. Dabei gab es so manche Überraschung.

Für das leibliche Wohl sorgten mit Getränken, Kaffee und Kuchen sowie den eigens für dieses Jubiläum kreierten ‚Johnnys‘ und ‚Rosis‘  der Förderverein samt  Eltern auf dem Schulhof. Dort konnten sich die Gäste auch von den literarischen Fähigkeiten ihres Nachwuchses bei einem Poetry Slam überzeugen konnten. Zur musikalischen Umrahmung spielte die Schulband.

Ein gelungenes Jubiläum, das die Leistungen der JBRS sowie der gesamten Schulgemeinde in Ausschnitten präsentiert hat. Daran hätte sicherlich auch John Bühler seine Freude gehabt. Jenem Mann, der aus Dornhan auszog, um Karriere zu machen und seine Heimatgemeinde zeitlebens nie vergaß.